Wie ist die Kreativkoppel entstanden?
Manchmal beginnt alles mit einem kleinen Wunsch. Und manchmal wird es größer, als man je gedacht hätte.
Alles begann, als meine Tochter beim Ponyreiten war.
Ich stand daneben, sah sie strahlen und plötzlich war er wieder da, dieser alte Wunsch:
Wieder mehr Zeit mit Pferden zu verbringen.
Also machte ich mich auf die Suche nach einem Pflegepferd.
Ein bisschen Stallluft, ein paar ruhige Stunden zwischen Hufen und Heu – mehr wollte ich gar nicht.
Und dann stand er da: Ein riesiger Hannoveraner mit 1,76 m Stockmaß.
Ich war sofort beeindruckt und gleichzeitig voller Zweifel.
So groß, so kraftvoll, und ich? Unerfahren, unsicher, nach all den Jahren ohne Pferdekontakt.
Ich dachte: Das wird nichts mit uns...
Also suchte ich weiter, zwei Wochen lang.
Sogar ein Versuch mit einem kleinen Shetlandpony endete mit einem freundlichen „Casting nicht bestanden“.
Und da wusste ich: Okay, entweder weitersuchen oder ich versuche es eben mit ihm – mit Gonzo. Wird schon...
Zuerst war er nur mein Pflegepferd.
Doch schon bald musste ich mehr übernehmen, als eigentlich üblich gewesen wäre.
Ich wurde hineingeworfen in Verantwortung, Organisation und Entscheidungen und wuchs daran.
Nach sechs Monaten stand ich an einem Punkt, an dem klar war:
Ich musste mich entscheiden.
Trotz meiner Ängste, trotz der Unsicherheit, ob ich dem gewachsen war,
hörte ich auf mein Herz und entschied mich ein zweites Mal für ihn: Ich übernahm Gonzo ganz.
Er war groß, ich unerfahren.
Aber ich wollte lernen. Für ihn und mit ihm.
Ich eignete mir alles Wissen an, das ich brauchte, las, fragte, beobachtete, probierte aus.
Und je mehr ich lernte, desto mehr wuchs unser gegenseitiges Vertrauen und auch meins in mich selbst.
Nach unserer gemeinsamen Zeit dachte ich oft an die Anfänge zurück.
Und manchmal schämte ich mich fast, dass ich mich anfangs beinahe gegen ihn entschieden hätte –
nur aus Angst.
Ich fragte mich, ob er als Fohlen wohl auch schon so groß gewesen war. Ich scherzte: "Vielleicht wurde er ja sogar ausgelacht?"
Und plötzlich war er da . Dieser Gedanke, der alles veränderte:
Die Idee zu einem Kinderbuch.
Ich wusste: Auch wir Erwachsenen dürfen Angst haben.
Wir dürfen zweifeln, stolpern, zögern – so wie ein Fohlen, das seine ersten Schritte macht.
Aber was zählt ist, dass man wieder aufsteht.
Gonzo hat an mich geglaubt, lange bevor ich an mich selbst geglaubt habe.
Und genau das wollte ich weitergeben – an Kinder, an Eltern, an alle, die manchmal an sich zweifeln.
So entstand „Lord Gonzo – Ein Fohlen findet seinen Weg“ und mit der Zeit die ganze Welt der Kreativkoppel .
Es ist ein Herzensprojekt, das Mut macht, verbindet und daran erinnert, dass jeder gut ist, so wie er ist.
Denn wenn man an sich glaubt und an das, was man liebt, dann kann man alles schaffen.
